17. Mai 2014

Aufkleber auf einer Karte begründen keine Erbenstellung

Das Oberlandesgericht Hamburg hat entschieden, dass ein Testierwille nicht dadurch begründet werden kann, dass auf eine Karte verschiedene Aufkleber vom Erblasser aufgebracht werden, welche einen Dritten als »Haupterbe« ausweist. Der Erblasser hatte im Januar 2011 ein Testament errichtet. Dafür verwendete er eine Karte, in Form eines Fotoumschlags, auf die er [mehr …]

10. Mai 2013

Keine Erbeinsetzung mittels Strichdiagramm

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hatte die Formwirksamkeit eines Testaments zu beurteilen, das neben geschriebenen Passagen auch Pfeildiagrammen zur Konkretisierung der erbrechtlich Bedachten enthielt. Der Erblasser errichtete handschriftlich eine letztwillige Verfügung. In dieser verwendete er Pfeildiagramme für eine Zuordnung von Personen in seiner Erbfolge. Als der Erblasser starb hinterließ er [mehr …]

4. Januar 2013

von gesetzlichen Rechtsfolgen abweichender Letzter Wille kann auch durch Auslegung ermittelt werden

Ein zur Zeit der Errichtung des Testaments kinderloser Vorerbe wird, wenn  ihm nach dem Tod des Erblassers ein Nachkomme geboren wird, entgegen der Vorschrift des § 2107 BGB nicht zum Vollerben, wenn ein abweichender Wille des Erblassers durch Testamentsauslegung ermittelt werden kann. (OLG Nürnberg – Beschluss vom 22. Oktober 2012, [mehr …]


© Rechtsanwalt Friedrich Vosberg

Desktop - Version