1. Juni 2014

Keine Ersatzerbschaft bei Vorversterben des »letztwillig Belohnten«

Das Oberlandesgericht München hat entschieden, dass durch der Abkömmling eines gewillkürten Erben nicht als Ersatzerbe anzusehen ist, wenn die testamentarische Einsetzung des gewillkürten Erben als »Belohnung« bezeichnet worden ist und im Testament eine Ersatzerbenregelung fehlt. Die Erblasserin wurde von einer Bekannten betreut. Der Ehemann der Erblasserin war bereits vorverstorben. Dabei [mehr …]

17. Mai 2014

Aufkleber auf einer Karte begründen keine Erbenstellung

Das Oberlandesgericht Hamburg hat entschieden, dass ein Testierwille nicht dadurch begründet werden kann, dass auf eine Karte verschiedene Aufkleber vom Erblasser aufgebracht werden, welche einen Dritten als »Haupterbe« ausweist. Der Erblasser hatte im Januar 2011 ein Testament errichtet. Dafür verwendete er eine Karte, in Form eines Fotoumschlags, auf die er [mehr …]

7. Januar 2014

Fall des „gleichzeitigen Versterbens“ liegt unter Umständen auch bei erheblichen zeitlichen Abstand des Versterbens vor

Das Oberlandesgericht München hat entscheiden, dass die Kombination einer „Schlusserbeneinsetzung“ mit Einräumung einer Abänderungsbefugnis zugunsten des überlebenden Ehegatten bei ausdrücklicher Anordnung der Wechselbezüglichkeit der Verfügungen Anhaltspunkte dafür sein können, dass die Ehegatten die Formulierung „für den Fall gleichzeitigen Versterbens“ nicht im Wortsinn verwendet haben, sondern den Fall des zeitlich nacheinander [mehr …]

28. Juni 2013

»Kümmerertestament« ist im Zweifel nichtig

Das Oberlandesgericht München hat entschieden, dass ein Testament, in dem der Erblasser bestimmt, dass derjenige Erbe sein soll, „der sich bis zu seinem Tode um ihn kümmert“, unwirksam ist. Der Erblasser verstarb 2012 unverheiratet und kinderlos. Er lebte seit 20 Jahren mit seiner Lebensgefährtin zusammen. Sein Nachlass besteht aus ca. [mehr …]

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© Rechtsanwalt Friedrich Vosberg

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