8. Dezember 2015

Testamentsauslegung – ein Fall fürs Grundbuchamt

Wenn der Erblasser verstirbt, treten automatisch dessen Erben vollständig in dessen Rechtsstellung ein. Anstelle des im Grundbuch nach wie vor eingetragenen Erblassers haben in Wahrheit dann die Erben die Rechte des Erblassers inne. Die Grundbucheintragung ist also falsch. Das Grundbuch muss berichtigt werden. Berechtigt, die Grundbuchberichtigung zu verlangen ist jeder, [mehr …]

6. Juni 2014

Umdeutung eines gemeinschaftlichen Testaments in ein Einzeltestament

Das Oberlandesgericht München hat entschieden, dass für die Umdeutung eines vom anderen Ehegatten nicht unterzeichneten gemeinschaftlichen Testaments in ein Einzeltestament die Feststellung erforderlich ist, dass nach dem Willen des Testierenden seine Verfügung auch unabhängig vom Beitritt des anderen Ehegatten gelten sollte. Gegen einen solchen Willen kann sprechen, dass der Testierende [mehr …]

1. Juni 2014

Keine Ersatzerbschaft bei Vorversterben des »letztwillig Belohnten«

Das Oberlandesgericht München hat entschieden, dass durch der Abkömmling eines gewillkürten Erben nicht als Ersatzerbe anzusehen ist, wenn die testamentarische Einsetzung des gewillkürten Erben als »Belohnung« bezeichnet worden ist und im Testament eine Ersatzerbenregelung fehlt. Die Erblasserin wurde von einer Bekannten betreut. Der Ehemann der Erblasserin war bereits vorverstorben. Dabei [mehr …]

12. April 2014

Geltungserhaltende Auslegung einer letztwilligen Verfügung mit Auflagen für den Alleinerben

Eine letztwillige Verfügung, die die Einsetzung eines Abkömmlings als Erben unter Auszahlung eines anderen Abkömmlings vorsieht und die Beschränkung enthält, dass der Erbe den Nachlass nicht verkaufen darf und im Falle seines Todes den Nachlass dem anderen Abkömmling, dessen Frau oder Kindern überlassen werden muss, kann dahingehend ausgelegt werden, dass [mehr …]

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© Rechtsanwalt Friedrich Vosberg

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