11. Juni 2014

Schlusserbe wird bei Erbausschlagung durch überlebenden Ehegatten regelmäßig nicht Ersatzerbe

Schlägt ein in einem gemeinschaftlichen Testament zum Alleinerben bestimmter überlebender Ehegatte die Erbschaft aus, ist ein im Testament bestimmter Schlusserbe ohne ausdrückliche testamentarische Bestimmung regelmäßig nicht als Ersatzerbe für den ausschlagenden Ehegatten berufen. In solchen Fällen greift vielmehr die gesetzliche Erbfolge. Das hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden. Die Beteiligte zu [mehr …]

6. Juni 2014

Umdeutung eines gemeinschaftlichen Testaments in ein Einzeltestament

Das Oberlandesgericht München hat entschieden, dass für die Umdeutung eines vom anderen Ehegatten nicht unterzeichneten gemeinschaftlichen Testaments in ein Einzeltestament die Feststellung erforderlich ist, dass nach dem Willen des Testierenden seine Verfügung auch unabhängig vom Beitritt des anderen Ehegatten gelten sollte. Gegen einen solchen Willen kann sprechen, dass der Testierende [mehr …]

1. Juni 2014

Keine Ersatzerbschaft bei Vorversterben des »letztwillig Belohnten«

Das Oberlandesgericht München hat entschieden, dass durch der Abkömmling eines gewillkürten Erben nicht als Ersatzerbe anzusehen ist, wenn die testamentarische Einsetzung des gewillkürten Erben als »Belohnung« bezeichnet worden ist und im Testament eine Ersatzerbenregelung fehlt. Die Erblasserin wurde von einer Bekannten betreut. Der Ehemann der Erblasserin war bereits vorverstorben. Dabei [mehr …]

27. Mai 2014

Teilungsversteigerung nicht möglich bei Teilungsanordnung

Das Oberlandesgericht Oldenburg hat entschieden, dass eine Teilungsanordnung des Erblassers der Zulässigkeit der Teilungsversteigerung entgegensteht, die ein Miterbe über ein Grundstück erstrebt, dass per Teilungsanordnung des Erblassers einem anderen Miterben testamentarisch bereits zugewiesen ist. Der 2007 verstorbene Erblasser hinterließ drei Kinder: eine Tochter und zwei Söhne. Er wurde von seinen [mehr …]


© Rechtsanwalt Friedrich Vosberg

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